Häufige Fragen zum Thema Schlafstörungen

Gibt es auch ein Zuviel an Melatonin in der Nacht? Woran erkenne ich das?
Ja, es gibt Menschen die sehr viel Melatonin ausschütten. Kennzeichnend ist ein wildes Traumgeschehen bis hin zu sehr schweren Träumen. Daher warnen wir vor einer zu hohen Medikation von Melatonin!

Ich habe Angst durchzudrehen, weil ich kaum noch schlafe. Ich weiß, dass dies zu psychischen Erkrankungen führen kann. Ich habe aber Angst zum Arzt zu gehen, weil der mich vermutlich gleich in die Klinik überweist. Können Sie mir helfen?
Hier ist auf jeden Fall eine medizinische Fachkraft als Begleitung nötig. Es wäre fahrlässig, ohne eine gründliche Anamnese und evtl. auch Tests ein paar Hormone zu empfehlen. Schlafnöte wie Sie es beschreiben, können sehr verschiedene Zusammenhänge haben. Wir helfen aber gerne, solche Fachkräfte zu finden. Geben Sie die Hoffnung nicht auf, dass Ihnen geholfen werden kann!

Ich schlafe nicht nur in der Nacht sehr lange, sondern könnte auch den ganzen Tag schlafen. Es gibt Tage, da komme ich erst mittags aus dem Bett. Habe ich dann zu viel Schlafhormon?
Wer ein unnatürlich langes Schlafbedürfnis hat, muss nicht immer übermäßig viel Melatonin ausschütten. Beim Schlaf können auch weitere Hormonarten eine Rolle spielen. Bei übermäßigem Schlafbedürfnis kann z.B. auch eine Schilddrüsenschwäche vorliegen oder eine unangemessene Hormonmedikation raubt Ihre Antriebskraft am Tag. Bei hoch dosierten Progesteronmedikamenten steht z.B. als typische Nebenwirkung das Symptom „Müdigkeit“ im Beipackzettel.

Was ebenso eine Rolle spielen kann: Melatonin wird dann vermehrt ausgeschüttet, wenn wir uns in dunklen Räumen aufhalten! Je heller das Licht, umso weniger Melatonin wird ausgeschüttet! Anstelle dessen wird mehr Serotonin („Glückshormon“) frei. Daher kann eine hellere Beleuchtung in der Winterzeit für mehr „Serotonin-Lebenslust“ sorgen. Was in Ihrem Fall ratsam wäre, sollte mit einer med. Fachkraft geklärt werden.