SD-Patienten und Betroffene fordern

Schilddrüsenpatienten fordern

Zitat einer Internetpräsentation (Schilddrüsenguide – Der unabhängige Internetwegweiser zu Erkrankungen der Schilddrüse)
Quelle: http://www.schilddruesenguide.de/forderungen.html
Nach vielen Recherchen und intensivem Erfahrungsaustausch mit Betroffenen, stelle ich fest dass viele Schilddrüsen-Patienten lange auf die richtige Diagnose und Behandlung warten müssen. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass Schilddrüsenerkrankungen und deren Behandlung bzw. Einstellung ein sehr komplexes Thema sind. Aus diesem Grund wünsche ich mir, dass deutsche Ärzte und Professoren sich intensiver damit befassen. Ich wünsche mir auch, dass die Experten der endokrinologischen Humanmedizin aufhören, sich über den oberen TSH-Grenzwert zu streiten und den neuen oberen TSH-Grenzwert anerkennen. Dadurch würde den Patienten und deren Angehörigen viel Leid erspart bleiben und die Krankenkassen würden Gelder in Milliardenhöhe einsparen…
…Mit diesem Forderungskatalog möchten wir Sie auf die Problematik zahlreicher Schilddrüsenkranken aufmerksam machen. Die aktuelle Situation ist insbesondere für uns Betroffene der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen - mehr als 10 % der Bevölkerung, davon 90 % Frauen - katastrophal. Dies ist kein gesellschaftliches Randthema, wie Sie vielleicht denken, sondern jeder Fünfte der deutschlandweit rund 8.000.000 Morbus-Basedow-Erkrankten oder Hashimoto-Thyreoiditis-Betroffenen leidet unter anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden, die neben den erheblichen Einbußen an Lebensqualität nicht selten eine eingeschränkte berufliche Leistungsfähigkeit zur Folge haben oder sogar zur Erwerbsunfähigkeit führen können. Immer noch kommt es viel zu häufig vor, dass Patienten mit einer fehlgesteuerten Schilddrüse bzw. Autoimmunstörung, mit ihren Symptomen nicht ernstgenommen, unzureichend oder sogar falsch behandelt werden. Da wird die Hypothyreose für eine Depression oder ein Burn-Out-Syndrom gehalten, die Schilddrüsenvergrößerung beim Morbus Basedow bzw. der Hashimoto-Thyreoiditis als Jodmangelstruma therapiert oder die Symptome der Autoimmunerkrankung als Fibromyalgie fehldiagnostiziert...“ 

 

Fazit für viele Patienten und wenige Schilddrüsenspezialisten:

1. Referenzwerte sind nur Richtlinien, die Symptome und Beschwerden des Patienten sind der Schlüssel.

2. Ein normaler TSH-Wert schließt keine Schilddrüsenfehlfunktion aus.

3. Bei Verdacht sollten alle Schilddrüsenwerte bestimmt werden und eine Ultraschalluntersuchung erfolgen.

4. Vorsicht bei Werten im Grenzbereich: Werte im Grenzbereich können auf eine Fehlfunktion der Schilddrüse hindeuten auch noch, wenn der Patient die typischen Symptome und Beschwerden einer Schilddrüsenunter- oder überfunktion hat.

5. Patienten, die an Hashimoto erkrankt sind, sollten kein zusätzliches Jod einnehmen und einige Dinge mehr beachten. Literatur: „Jeden Tag wurde ich dicker und müder – Mein Leben mit Hashimoto“ sowie „Die Hashimoto-Diät“, beides von Vanessa Blumhagen. Außerdem „Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln“ von Datis Kharrazian.

6. Für alle Fälle mit Hashimoto-Verdacht ist es wichtig, dass auch die Antikörper-Werte getestet werden.