Häufige Fragen zu Libidoschwäche

Frage: Weil ich seit neuestem einen Freund habe, habe ich mir die Pille verordnen lassen. Seit ich sie nehme, fühle ich mich oft aggressiv und habe ganz komische Ängste vor allem Möglichem. Kann das mit der Pille zusammenhängen? Mein Doc sagt nein.
Antwort: War das vor der Einnahme der Pille auch schon so? Wenn nein, dann wäre das mit Ihrem Arzt in aller Dringlichkeit als „unerwünschte Wirkung“ anzusprechen. Zusätzlich können Sie einen Speicheltest anfordern, der Hormonverschiebungen durch die Hormone in ihrer Pille sichtbar machen kann. Je nach Ihrer Pillenzusammensetzung kann das unterschiedlich sein. Das kann einem als Frau auch mit anderen hormonellen Verhütungsmethoden passieren (Hormonring / Hormonstäbchen / Hormonspirale/ Hormonpflaster). Siehe auch auf der Seite von Manfred van Treek www.Medizinkritik.de.


Libidoprobleme nach Missbrauch

Frage: Als Kind wurde ich vergewaltigt. Ich habe einen Partner und lebe seit längerer Zeit mit ihm zusammen. Wir verstehen uns normalerweise sehr gut. Aber bei der Sexualität sperrt sich alles in mir. Können da Hormongaben helfen?
Antwort: Nach sexuellem oder körperlichem Missbrauch spielen Hormonstörungen vermutlich eher eine sekundäre Rolle. Jede Form von Trauma hat Folgen im Hormonsystem. Nicht nur die Seele sondern auch die Nebennieren werden nach solchen Erfahrungen massiv belastet. Hier sind therapeutische Gespräche und ein Weg der inneren Heilung ratsam. Daher empfehlen wir Ihnen über therapeutische Fachkräfte und Selbsthilfevereinigungen einen für Sie akzeptablen Weg zu suchen. Das schließt nicht aus, dass Hormonverschiebungen einen Verstärker der Libidoschwäche darstellen können. In diesem Rahmen könnte eine behutsame Hormonregulierung eine ergänzende Unterstützung zur seelischen Arbeit sein. Doch keine Hormonregulierung kann an dieser Stelle therapeutische Arbeit und innere Heilung ersetzen. Wir ermutigen Sie sehr, nicht aufzugeben! Wenn Sie Hilfe suchen, dann finden Sie vielleicht bei unten aufgeführten Links offene Türen für einen Heilungsweg.


Transsexuelle Libidoprobleme

Frage: Nach meiner Geschlechtsumwandlung von Frau zu Mann bekomme ich Hormonmedikamente, die meine weiblichen Hormone unterdrücken und zusätzlich ein Androgen. Seitdem habe ich massive psychische Nöte und Libidoprobleme. Sind Ihnen solche Fälle bereits bekannt und kennen Sie Alternativen?
Antwort: Beides können wir mit ja beantworten. Zumindest gibt es verschiedene Wege der Hormonregulierung für Menschen, die eine Geschlechtsumwandlung vor oder hinter sich haben. In wieweit andere Vorgehensweisen Ihre Libido verbessern können ist nicht vorhersehbar. Geschlechtliche Prägung ist u.a. auch eine Sache der Hypophysensteuerung im Gehirn. Wenn dieser natürliche Rhythmus medikamentös manipuliert wird, hat das sehr häufig weit reichende Folgen.

Frage: Hat ein großes Sex-Bedürfnis mit zu viel Testosteron zu tun?
Antwort: Manchmal ja – aber keineswegs immer! Triebtäter bekommen Testosteron unterdrückende Spritzen – was in den meisten Fällen die Libido verdrängt. Das Estradiol hat ebenso eine wichtige Libido-Rolle – bei beiden Geschlechtern unterschiedlich stark. Allerdings gilt auch hier wie bei den meisten Hormonen: Zu viel Estradiol ist genauso ungünstig oder schlecht für die Libido wie zu wenig Estradiol! Das gesunde Verhältnis beider Hormone zueinander kann ein weiterer günstiger Faktor für die Libido sein!