Kinderwunsch und Hormone

Optimale Voraussetzungen für den Kinderwunsch sind keine Illusion. Viele Ursachen für Kinderlosigkeit sind vermeidbar. Häufig spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Hormonelle Ursachen können eine mangelnde oder zu starke Hormonausschüttung spezieller Hormonarten sein. Hier ein paar Beispiele und ihre Folgen:

Estradiol (E2): zu wenig E2 bedeutet ein schwacher oder fehlender Schleimhautaufbau der Gebärmutter und somit ein mangelnder Impuls für einen Eisprung.

Estradiol (E2): zu viel E2 hemmt den Eisprung. Das war die Ausgangserkenntnis für die erste Pillengeneration. Die erste Pillengeneration enthielt nur ein synthetisches Estradiol! 

Estriol (E3): zu wenig E3 bedeutet wenig Feuchtigkeit für die Gebärmutterschleimhaut und damit ein zu trockenes Scheidenmilieu für die männlichen Spermien.

Progesteron (das körpereigene, natürliche Gestagen): Mit einem erfolgten Eisprung steigt das Progesteron naturgemäß in der zweiten Zyklusphase bis auf die dreifache Ausschüttungsmenge. Je geringer dieser Anstieg in den fruchtbaren Jahren einer Frau ist oder je häufiger dieser Anstieg komplett ausfällt, umso schwerer wird es mit Beginn und Erhalt einer Schwangerschaft. Seit die Antibabypille, die eine Empfängnis verhindern soll, eine synthetisch veränderte Gestagen-Derivatform enthält, wird damit das natürliche Progesteron auf einen andauernden Mangelwert heruntergedrückt. Das hat Konsequenzen für die Leistungsfähigkeit der Eierstöcke. Diese „verlernen“ die ausreichende Produktion von Progesteron in der 2. Zyklusphase herzustellen. Mehr dazu ist unter Wirkungen der Pille nachzulesen.

Testosteron: zu wenig Testosteron spielt besonders am Anfang einer Schwangerschaft für das Herz des ungeborenen Kindes eine wichtige Rolle. Mehr ist unter folgendem Link zu lesen: Bedeutung der Hormone in der Schwangerschaft.

Schilddrüsenhormone T3 und T4: zu viel oder zu wenig dieser Hormone im Körper kann einen Schwangerschaft verhindern. Symptome die eine Schilddrüsenüber- oder Schilddrüsenunterfunktion erkennen lassen, finden Sie im Themenbereich Schilddrüse auf dieser Webseite.

 

Tests:

Schilddrüsenfunktion per Bluttest und Ultraschall überprüfen – sofern der Arzt bereit ist, eine gründliche Diagnostik über TSH, FT3, FT4 etc. vorzunehmen. Sehr interessant ist das Buch „Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln.“ von Datis Kharrazian.

Geschlechtshormone: Freies Estradiol, freies Estriol, freies Progesteron, freies Testosteron über einen Speichelhormontest von zu Hause aus messen. Bei Frauen mit Regelblutungen möglichst am 20. Zyklustag. Bei Frauen ohne Regelblutungen, bei Kindern und Männern in einer symptomreichen, typischen Phase. Weitere wichtige Voraussetzungen für eine sinnvolle und aussagekräftige Testung finden Sie unter www.censa.de.

 

Begleitung, Beratung:

Um einen weiblichen Zyklus bezüglich des Kinderwunsches zuordnen und stabilisieren zu können, gibt es Beratungs- und Kursangebote von NFPPerle.eV und INER . Einige solcher Berater/innen finden Sie in unserer Beraterliste. Mit ihrer Hilfe lernt man die optimale Zeitspanne für die Zeugung zu erkennen.
Außerdem wäre mit einer dafür ausgebildeten Fachkraft zu klären, in wieweit Stresspegel, Umweltbelastungen, Vergiftungen, Nährstoffmängel, Medikamente, ein Hormonungleichgewicht etc. für den Kinderwunsch ein Hindernis darstellen.
Viele diagnostizierte Belastungen können mit natürlichen Substanzen über die Ernährung, durch Medikamente oder pflanzliche Produkte ausgeglichen werden.
Medizinische Fachkräfte können diesbezüglich Schulungen des Hormonhilfe-Dienstes besuchen. (Mehr unter Weiterbildung.) Literatur über Hormonzusammenhänge sind unter Angebote auf dieser Webseite zu finden. Unter Berater  sind viele geschulte Ansprechpartner in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgelistet. Gerne können Sie auch  Kontakt mit der Hormonselbsthilfe aufnehmen (siehe Kontakt).