Vor und nach der Gebärmutterentfernung

Wegen eines problematischen Myoms oder einer Zyste kommt es nach abgeschlossenem Kinderwunsch öfters zu einer Gebärmutter-entfernung (Hysterektomie) als es eigentlich nötig wäre. Trotz unerträglicher Regelschmerzen, z.B. wegen Endometriose oder Myomen, sollte man vor der Operation nach der möglichen Ursache forschen und nach alternativen, natürlichen Maßnahmen suchen! Bei Zweifeln ist es vor der Operation wichtig, eine zweite oder dritte Meinung durch weitere Ärzte einzuholen. Viele Ärzte wissen über die vielseitige Funktion der Gebärmutter Bescheid, genauso wie über die Rolle der Eierstöcke im weiblichen Körper. Sie warnen vor einer zu leichtfertigen Entnahme dieses wichtigen Organs. Oft beseitigt das Herausnehmen der Gebärmutter nicht die Ursache, durch die dieses Organ überhaupt „beschädigt“ wurde. Kennt man den Grund, lässt es sich oftmals gegensteuern. Dann erübrigt sich das Problem vielleicht, bevor der Chirurg zum Messer greifen muss.

Falls die Gebärmutter herausgenommen wurde, würden wir natürliche Hormone künstlich veränderten (konjugierten) Hormonpräparaten vorziehen.

:: Links
Adressen für Beratungsstellen in Deutschland, Hinweise auf Broschüren z.B über Myome sowie gebärmuttererhaltenden Therapiemethoden.
www.frauengesundheitszentren.de

Hilfreiche Informationen über die Gebärmutterentfernung / Eierstockentfernung sowie Folgen, Hilfestellungen vor der Operation, allgemeine Tipps und Hinweise sowie individuelle Beratung.
www.totaloperation.com 

:: Häufige Fragen
Mir wurde gesagt, man brauche nach der Gebärmutterentfernung generell eine Hormontherapie. Stimmt das?
Das hängt davon ab, in wieweit die Eierstöcke, aber auch die Nebennieren noch funktionstüchtig sind. Häufige Ursachen für die Gebärmutterentfernung sind aus der Balance geratene Hormone - nicht nur im Geschlechtshormonbereich. Wir kennen Frauen, die nach der Gebärmutterentfernung ohne Hormontherapien auskamen. Treten Symptome auf die hormonell bedingt sein könnten, kann das durch einen Hormonspeicheltest festgestellt werden. Um Symptome besser zu verstehen, könnte Ihnen die Beobachtungshilfen helfen. Über variable, therapeutische Schritte kann eine Hormonregulierung erfolgen, sofern dies nötig ist. Wurden die Eierstöcke entfernt, übernehmen in die Nebennieren häufig die Hormonversorgung. Auch über eine erhöhte Hormonumwandlung (Lebersynthese) kann sich der Körper helfen. Zusätzliche Erklärungen dazu finden Sie im Buch Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen (E. Buchner). Einen Speicheltest unter http://www.censa.de/

Mein Arzt sagt, dass eine Frau nach einer Gebärmutterentfernung kein Progesteron mehr braucht! Stimmt das?
Progesteron ist für unsere Gehirnfunktion, die Psyche, Knochen, und Wasserregulierung sowie Stressfähigkeit sehr wichtig – für Frau und Mann gleichermaßen! Die Gebärmutter ist zwar ein Organ mit vielen Progesteron-Rezeptoren, spielt aber keine Rolle bei der Ausschüttung Progesterons. Progesteronrezeptoren befinden sich (hier sind nur einige Bereich genannt) im Gehirn, in den Nervenenden und in den Zellen, die für die Formierung neuer Knochen zuständig sind. Auch wachsen die Beweise, dass Progesteron vor Brustkrebs schützt. Dieses Hormon ist nicht nur für die Schwangerschaft und zum Schutz vor Endometriose sowie des heranwachsenden Kindes nötig.
Häufig ist die eigentliche Ursache einer Gebärmutterentfernung ein  Hormonungleichgewicht. Sind die Eierstöcke nicht mehr vorhanden oder reduziert leistungsfähig, bleibt die Grundlage eines Hormonmangels auch nach der Gebärmutterentfernung erhalten.