Herz und Testosteron

Lassen sich Herzfunktion und Herzgefäße durch Testosteron stabilisieren?

Unter der Überschrift "Kardiovaskuläres Risiko Testosteronmangel" veröffentlichte Springermedizin.de eine Abhandlung über verschiedene Erfahrungen bezüglich Erkrankungen der Herzkranzgefäße und gezielter Testosteron-Behandlung.
Diese Patienten sind häufig auch übergewichtig, haben hohen Blutdruck und bewegen sich (deshalb) wenig.

Dazu ein Kommentar von E. Buchner:

Testosteron hat eine festigende Eigenschaft für Muskeln und jegliches Gewebe – also auch für Herzmuskel und Blutgefäße jeder Art. Das betrifft auch in besonderer Weise den größten und stärksten Muskel des Körpers, das Herz. Die Herzmuskelarbeit kann weder zu wenig noch zu viel Testosteron brauchen – oder es werden sich irgendwann Störungen der Herzfunktion bemerkbar machen. Bei den Blutgefäßen ist das nicht sehr viel anders. Unser heutiger Lebensstil betätigt eher das „Sitzfleisch“ als den Bewegungsapparat. Normalerweise schüttet der Körper über jede aktive Muskelarbeit ein gewisses Maß an Testosteron aus. Wer sich viel bewegt wird zumindest während dessen eine reichliche Testosteronversorgung haben. Anders ist das bei allen „Schreibtisch-Tätern“ und „Sofa-Freunden“ - hier hat das Testosteron eine Zuschauerrolle.

Wir sehen täglich sowohl bei Frauen und Männern gleichermaßen, was Testosteronmangel bedeuten kann: Herzinfarkte, gefährlich dünne Herzkranzgefäße und wulstige Krampfadern, Blasenschwäche, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Prostataleiden u.v.m.

Was wurde in der oben genannten Untersuchung probiert? Man hat 1000mg-Testosterongaben alle 3 Monate verabreicht um so das Testosteron im Blutspiegel anzuheben.

Frage: Ist eine 3-Monatige Mega-Testosterondosis ein sinnvoller, natürlicher Weg?

Im Hormonbereich geht es normalerweise um ein sehr sensibles Hormongleichgewicht. Jegliches Zuviel und Zuwenig ist gleichermaßen schlecht. Alternativ gibt es die Möglichkeit einer konstanten behutsamen Unterstützung über Hautcremes mit körperidentischem Testosteron. Normalerweise ist Testosteron ein kurzlebiges Hormon, deshalb sind häufige Muskeltätigkeiten im Laufe eines Tages oder wenigstens 2 kleine Dosierungen Testosteron sehr viel sinnvoller als eine im Bild gesprochene „Eimer-Dosis“. Was macht der Körper mit einer solchen „Eimer-Hilfe“? Die Leber hat Stress ohne Ende um möglichst schnell Überschüsse auszuscheiden oder umzuwandeln in „Nachbarhormone“ wie z.B. in Estradiol und Estriol. Estradiol hat aber eine blutverdickende Eigenschaft, was für gefährdete Gefäß- und Herzpatienten vielleicht nicht unbedingt die beste Idee ist… Wer in dieser Hinsicht reichlich Erfahrung hat, ist die Kraftsport-Szene! Das Internet berichtet, was eine zu hohe Dosierung im Klartext bedeutet… Die körpereigene Testosteron-Ausschüttung der Hoden geht unter zu viel Testosteron-Einfluss zurück.

Was das Übergewicht betrifft: Wir können bestätigen, dass hier häufig Testosteron-Mangel zu beobachten ist – aber nicht immer! Je mehr sich eine solche Person bewegt - trotz dem eigenen Gewicht – umso deutlicher steigt das Testosteron! Allein das Körpergewicht zu tragen, bedeutet Schwerarbeit der Beinmuskeln!

Wir können auch bestätigen, dass Bluthochdruck in vielen Fällen von Testosteronmangel begünstigt wird – u.a. auch von Schilddrüsenhochlage / SD-Überdosierung und viel Adrenalin bei Stress.

Für die Messung von Testosteron sind einzig und allein die freien, ungebundenen Hormone relevant – egal ob das über eine Blutprobe beim Arzt oder über den Speichel-Hormontest erfolgt. Normalerweise wird aber standardmäßig im Blutserum das Gesamt-Testosteron erfasst, was kaum Aussagekraft hat über die Größenordnung der freien Hormone. (Mehr dazu unter www.Censa.de) Über die Messung im Speichel haben wir eine geniale Möglichkeit sehr genau zu erfassen wo die einzelne Person hormonell steht. Das wird von vielen Medizinern (die noch nie mit dieser Test-Art gearbeitet haben) abgelehnt. In D gibt es inzwischen mindestens 10 große Labore und ein Speziallabor (ISD) die Erfahrung mit dieser weltweit bekannten Testung haben. Nicht jeder Arzt weiß, dass weltweit im Sport und in der Wissenschaft der Speicheltest nicht mehr wegzudenken ist. Es gehört aber bei jeder Testart eine große Erfahrung dazu um mit einem Diagnose-Verfahren richtig umgehen zu können. Wenn eine Fachkraft dieses Spezialwissen nicht hat, wird der oder die Betreffende es nicht propagieren.

Fachkräfte die hier mehr wissen wollen, sind herzlichst zu einer unserer Schulungen über natürliche Hormonregulierung (für Ärzte, Apotheker, Hebammen und Heilpraktiker) eingeladen (siehe Fortbildung auf unserer Homepage).

Haben Sie als Betroffener Fragen zu diesem Thema, dann wenden Sie sich an eine der unter „Berater“ angegebenen Fachkräfte oder setzen Sie sich mit den Fachkräften unserer Zentrale in Verbindung.  

(Bezug nehmend auf Quelle: springermedizin.de basierend auf: 7th European Congress of Andrology (ECA 2012), Abstract 11/12/13 (Oral Presentation), 28/11/2012)