Offener Brief an den Bundesminister für europäische ind internationale Angelegenheiten

verfasst von Dr. Wassil Nowicky

 

Herrn Dr. Michael Spindelegger
Minoritenplatz 8,     1014 Wien 

Wien, 30. August 2012

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

Studien und Artikel belegen, dass

  • Chemotherapie zunächst das Wachstum von Tumoren bremst um es später um so mehr zu beschleunigen. Krebszellen können „lernen“ weitere Chemotherapien zu überleben!
  • Chemotherapie „Giftkur ohne Nutzen“ siehe Artikel Spiegel Nr. 41 / 2004
  • Artikel im Spiegel Nr. 20 / 2010 „Schlicht Obszön – Jetzt wehren sich Ärzte“
  • Krebsmediziner Dr. Wolf-Dieter Ludwig: über neue Wirkstoffe „und deren oft zweifelhaften Nutzen“
  • Prof. Dr. K.R.Aigner: „Die Pharmaindustrie bestimmt die Richtlinien – jegliche andere Therapieform wird als ‚experimentell’ abgetan.“
  • Journal of Clinical Oncology USA: „ Onkologen sollten unnötige Chemotherapien bei Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren, die voraussichtlich keinen Erfolg haben, unterlassen“
  • Merck erreicht in USA „Zwangsimpfung“ durch Lügen
  • Eli Lilly gibt zu, über 200 Millionen Dollar Schmiergelder an Ärzte gezahlt zu haben.
  • Betrugsskandal GlaxoSmithKline bekannte sich schuldig und zahlt Rekordstrafe von drei Milliarden (gefälschte Daten, Schmiergeldzahlungen, damit gefährliche und teure Medikamente verordnet werden, falsche Angaben über Wirksamkeit und Sicherheit)

Große Pharmafirmen haben die Möglichkeit und die Macht zu bestechen. Wo bleibt das Gewissen? Wo bleibt der Patient?

Schon im Mai 2008 hat mich die Kanzlei Schönherr, Spezialist für den Pharmamarkt, gewarnt: „UKRAIN hat in Österreich auf Grund des Verhaltens der Gesundheitsbehörden keine legale Basis. Entwicklungen der jüngsten Zeit lassen befürchten, dass die Behörden beabsichtigen,  UKRAIN nunmehr sogar zu kriminalisieren. Warum werden mir und meiner Firma durch österreichische Beamte ständig Steine in den Weg gelegt, anstatt einem effektiven, jedoch nebenwirkungsarmen Krebsmittel eine Chance zu geben? UKRAIN ist ungefährlich in der Anwendung, was man von keinem zugelassenen Chemotherapeutika sagen kann.

Bis 2008 hatte ich schon mit vielen behördlichen Schikanen zu kämpfen.

  • Ärzte, die UKRAIN verwendeten, wurden angeklagt (http://www.ukrin.com/docs/langer.pdf ) oder erhielten Disziplinarverfahren. (http://www.ukrin.com/docs/disziplinarverfahren.pdf )
  • Sogar Tierärzten, die beste Resultate in der Therapie mit UKRAIN erzielten, wurde verboten, mit diesem Mittel weiter zu therapieren.
  • Eltern wurde nach ihren Erfolgsberichten unter Drohungen untersagt, ihr Kind weiterhin mit UKRAIN behandeln zu lassen - was jeweils schreckliche Folgen für das Kind hatte (http://www.ukrin.com/de/taxonomy/term/16 ),
  • Dem weltbekannten Chirurgen für Pankreaskrebs, Univ. Prof. Dr. Beger, hatte einige Studien mit UKRAIN durchführte, die für die deutschen Behörden offenbar als „zu günstig“ für UKRAIN ausfielen. Ihm wurden alle Titel und Positionen von Universität und Behörden genommen. Das Gericht sprach ihn von allen Anschuldigungen frei und gab ihm das Recht zurück, alle seine bisherigen Titel weiter zu führen.

 

Dass es tatsächlich noch schlimmer kommen sollte, konnte ich mir nicht vorstellen:

  • Am 14.10.2011 fand vor der österreichischen Botschaft in Kiew eine Kundgebung gegen UKRAIN statt, wobei der Botschaft ein Protestschreiben überreicht wurde. Am 24.10.2011 erhielt ich von der Botschaft die Protestnote – es handelte sich um ein Schreiben eines Ihrer Beamten, Herrn Mag. Unterkofler (PharmMed, BASG), welches in russische Sprache übersetzt worden war.
  • Am 4.11.2011 ersuchte ich Sie um Aufklärung über den Vorfall. Das Schreiben des Herrn Mag. Unterkofler enthielt nicht nur Unvollständigkeiten, sondern auch Unrichtigkeiten. Sind Sie tatsächlich damit einverstanden, dass Mitarbeiter der österreichischen Gesundheitsbehörde geschäftsschädigende Rundschreiben versenden, und dies im Namen der Gesundheitsbehörde? Auf meinen Brief haben Sie bis jetzt noch nicht geantwortet.
  • Am 11.11.2011 haben Beamte der oben erwähnten Behörde 5.654 Ukrain Packungen in den Räumen von Nowicky Pharma 1040 Wien, beschlagnahmt. Schriftlich wurde festgehalten, dass Ukrain in der Ukraine die Registrierung vor kurzem verloren hätte. Unseren Mitarbeitern war dies nicht bekannt, die Beamten teilten ihnen mit, dass man diese Information von der österreichischen Botschaft in Kiew erhalten habe.
  • Am 14.11.2011, also drei Tage nach obiger Information, hat der ukrainische Gesundheitsminister die Registrierung für Ukrain nur ausgesetzt, aber nicht storniert, was auch bis heute noch nicht erfolgt ist. Auf Grund der Gesetzeslage in der Ukraine muss ein solcher Bescheid vom Justizministerium bewillig werden. Diese Bewilligung wurde aber nicht gegeben, der Gesundheitsminister wurde vom Präsidenten der Ukraine abgesetzt. Da die Aussetzung rechtswidrig erfolgte, ist auch eine Klage bei Gericht anhängig.
  • Am 25.8.2012 hat man mich aus der Ukraine angerufen und mir mitgeteilt, dass am nächsten Tag vor der Österreichischen Botschaft wieder eine Demonstration stattfinden soll. Drei ukrainische Fernsehteams wollen teilnehmen sowie auch Beamte von Österreich, die über Ukrain ein Interview geben wollten. Als ich dies am selben Tag überall bekannt machte, kam erstens nur ein Fernsehteam, kein österreichischer Beamte gab ein Interview und die Sendung wurde auch nicht im ukrainischen Fernsehen ausgestrahlt.

 

Und es ging weiter:

  • Österreichische Beamten sind zu meinem deutschen Lieferanten, der Firma Dyckerhoff, gefahren, der nach GMP Regeln UKRAIN herstellt. Wie uns die Firmenchefin informierte, hat die deutsche Behörde unter Mitwirkung von österreichischen Beamten ihr untersagt, UKRAIN weiterhin herzustellen und auszuliefern. Begründung: UKRAIN sei in der Ukraine nicht mehr zugelassen - was aber bis jetzt nicht der Wahrheit entspricht. Dyckerhoff wurde sogar informiert, dass man ihnen auch den ganzen Betrieb schließen könne, falls sie UKRAIN weiterhin erzeugen oder die bereits erzeugten Ampullen ausliefern.

 

  • Da UKRAIN aber auch in Georgien die Registrierung hatte, wollte die Lieferfirma das Produkt dorthin liefern. Doch auf Grund inzwischen erfolgter Interventionen wurde in diesem Land die Registrierung storniert.

 

  • Die deutsche Firma LAT (ein von Dr. Tittel aufgebautes Unternehmen, das in der Fachwelt äußerst guten Ruf genießt) wurde gezwungen, die bisherigen Qualitätsanalysen für UKRAIN zu beenden. Dr. Tittel hat seine Firma verkauft und mir geschrieben: „Ich bedanke mich an dieser Stelle für Ihr langjähriges Vertrauen in meine Expertise für UKRAIN. Ich würde mich sehr freuen, wenn UKRAIN eines Tages mit einer einwandfreien arzneimittelrechtlichen Zulassung für die Krebstherapie zur Verfügung stünde.“

 

  • Artikel 7 des Bundesverfassungsgesetzes besagt, dass alle Staatsbürger vor dem Gesetz gleich sind. Dieses Recht wurde in meinem Fall gebeugt: Für UKRAIN lagen 1993 dem Österreichischen Ministerium bereits mehr als 450 Krankengeschichten und auch klinische Studien vor. Österreichische Beamten haben 1993 das in Amerika entwickelte Chemotherapeutikum „Taxol“ bei uns in Österreich (!) weltweit erstmals u. in kürzester Zeit zugelassen. 1993 waren für die Registrierung bereits präklinische und klinische Studien vorgeschrieben. Zur Zeit der Zulassung von Taxol lagen noch keine Vergleichsstudien vor! Diese Tatsache kann man der firmeneigenen Fachinformation über Taxol aus dem Jahr 1993 entnehmen. Warum wurde Taxol überraschend schnell zuzulassen – aber UKRAIN nicht? Das muss doch einen Grund haben!

 

Da ich unsicher bin, ob Sie meine bisherigen Briefe erhalten oder zur Kenntnis genommen haben, möge dieses Schreiben über die Öffentlichkeit an Sie heran getragen werden.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Dr. Wassil Nowicky