DIANE 35

Eine Wirkung von Estradiol

Es gehört zu den faszinierenden Eigenschaften der Hormone, dass sie nur in einer natürlichen Größenordnung keine Gefahr sind. Solange wir weder zuviel noch zuwenig von z.B. Estradiol haben, besteht von dieser Seite keine Gefahr. Der Normbereich ist speziell beim Estradiol eine besonders feine Grenzlinie. Haben wir zuwenig Estradiol, kann sich das u.a. mit heftiger Blutungsneigung bemerkbar machen.

Dass Estradiol im Übermaß (und erst recht Etinylestradiol!) das Blut gefährlich verdicken kann, weiß man spätestens seit den 60er Jahren, als die ersten Hormon-Pillen auf den Markt kamen. Die Wirkung des Ethinylestradiols (EE) übersteigt die des natürlichen, körpereigenen 17ß-Estradiols (E2) um das 4-fache!. Ethinylestradiol ist in fast sämtlichen Mikropillen und im Hormonring enthalten!

Frauenärzte kennen diese Gefahr zumindest theoretisch von den Beipackzetteln. Aber Thrombose- oder Embolie-Patienten landen im Akutfall auf der Intesivstation im nächstbesten Krankenhaus - nicht auf dem Stuhl eines niedergelassenen Gynäkologen. Er kann also mit gutem Gewissen sagen, dass bei ihm noch keine Emboliepatientin in die Praxis kam. Also ist ja alles nur heiße Luft? Den Gynäkologen zu fragen, ob die Pille gefährlich sei, macht vielleicht genauso viel Sinn, wie einen Metzger zu fragen, ob Fleisch schädlich sei...

Besonders der neuen Generation von Verhütungspillen wird eine noch größere Emboliegefahr nachgesagt. Diese neuen Pillenmarken werden vor allem jungen Frauen verschrieben.

Wie so ein Pillenopfer aussieht, sehen Sie unter folgenden Links:

Wie entsteht eine Thrombose oder Embolie?

Eine Blutverdickung entsteht u.a. durch zu viel Estradiol oder erst recht durch Ethinylestradiol. Bei Raucherinnen potenziert sich diese Gefahr zusätzlich! Kommt dann noch wenig Bewegung dazu, verfestigt sich so ein Blutgerinnsel zu einem kleinen Blutklumpen. Das kann lange in einer Vene oder Arterie ruhen und wir haben keine Ahnung, dass wir so einen blinden Pasagier am inneren Blutkanal dabei haben. Erst wenn diese Verdickung größer wird und das Blutgefäß bedenklich verengt, spricht man von einer "Thrombose". Wenn sich diese von der Blutgefäß-Wand löst, wandert sie über die Blutbahn weiter, bis sie in die Lunge (Lungenembolie), Herz (Herzinfarkt) oder Gehirn (Schlaganfall) stecken bleibt und dort das Blutgefäß so verstopft, dass das Blut gestaut wird. Bleibt die Thrombose bereits im Bein stecken, wird es dick und treibt uns vielleicht noch rechtzeitig zum Arzt.

Eine Embolie kündigt sich selten an! Wir stellten mit Erstaunen fest, dass es Ärzte gibt, die sich weigern eine Hormonpille mit körperfremden Hormonen zu verschreiben, weil sie es nicht mehr mit ihrem Gewissen verantworten wollen. Eine uns bekannte Ärztin hatte innerhalb weniger Wochen 2 junge Frauen (um die 20 Jahre) in der Praxis, die mit einer Narbe vom Hals bis  zum Bauchnabel "verziert" waren. Beide Frauen überlebten eine pillenbedingte Lungenembolie gerade noch so. Seit dem verordnet diese Ärztin keiner Frau mehr eine Pille mit synthetisch veränderten Hormonen.

Und wie reagiert Bayer auf Frankreichs Vorgabe?

Bayer gab in einer Erklärung bekannt, dass das Medikament nur zur Behandlung von Akne verschrieben werden dürfe. Es sei kein Mittel zur Empfängnisverhütung- obwohl es diese bekannte Wirkung hat. Bayer verteidigt sein Produkt, dass der Beipackzettel deutlich das Risiko einer Thrombose beim Namen nennt.

Fragen

  • Welche Frauen haben denn hauptsächlich Akne?
  • Ist der gleiche Wirkstoff bei Akne weniger gefährlich?
  • Was ist mit den Frauen, die 30 Jahre und länger die Diane  verordnet bekamen und bekommen?

Quelle:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/risiko/toedliche-blutgerinnsel-durch-antibaby-pille-frankreich-verbietet-hormonpraeparat-diane-35-von-bayer_aid_909031.html