Schilddrüsenprobleme

Viele Symptome von Schilddrüsenproblemen decken sich mit denen unausgewogener Geschlechtshormone. Es ist in den wenigsten Fällen klar definierbar, welche Hormongruppe zuerst aus dem Lot geriet. Sicher ist aber, dass beide Hormongruppen ineinandergreifen wie Zahnräder. Ein Chaos im Geschlechtshormonbereich bedeutet fast immer eine überforderte Schilddrüse. Es kann dabei sowohl in die Richtung von Unterfunktion als auch in die Überfunktion gehen.

Schilddrüsenprobleme beeinflussen auch den Verlauf einer Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes. Auch für ausbleibenden Nachwuchs kann eine Schilddrüsenstörung die Ursache sein.

Besonders schwierig wird das Diagnostizieren, wenn Autoimmunstörungen wie Hashimoto oder Morbus Basedow die Schilddrüse eskalieren lassen.

Eine chronische Entzündung der Schilddrüse gehört zu einer der häufigsten Volkskrankheiten unserer Tage – die  wenigsten davon werden frühzeitig erkannt. Sollten Sie den Verdacht haben, bitten Sie den Arzt auch um eine Testung der Antikörper.

Sehr zu empfehlen ist das Buch „Jeden Tag wurde ich dicker und müder – Mein Leben mit Hashimoto“ sowie „Die Hashimoto-Diät“, beides von Vanessa Blumhagen. Außerdem „Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln“ von Datis Kharrazian.

:: Links
www.ht-mb.de
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/gluten-hashimoto.html
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/schilddruesenerkrankung.html
www.hashimotothyreoiditis.de
www.morbusbasedow.de
www.thyroid.about.com

 

:: Häufige Fragen
Bei mir wurde Hashimoto festgestellt. Mein Arzt sagt, ich muss jetzt ein Leben lang Schilddrüsenmedikamente nehmen. Was haben Sie für Erfahrungen gemacht?
Der Bedarf an Schilddrüsenhormonen bei Hashimoto kann Schwankungen zeigen. Wir haben gelernt, dass man sich mit absoluten Aussagen, zb. festgelegten Dosierungen nicht "verheiraten" sollte. Außerdem gibt es viele zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten! Das Buch von Datis Kharrazian geht auf die verschiedenen Muster einer Schilddrüsenunterfunktion in seinem Buch (siehe oben) ein. Er schreibt: "Die Ursache für eine Schilddrüsenunterfunktion muss nicht unbedingt eine kranke Schilddrüse sein. Denn für etwa die Hälfte aller Unterfunktionspatienten ist die Therapie mit Hormonen nicht der optimale Weg: Häufig sind andere Ursachen der Auslöser für die gestörte Schilddrüsenfunktion und gar nicht das Organ selbst. Die häufig verschriebenen Schilddrüsenhormone können zwar die Werte im Blut wieder normalisieren, sie setzen aber nicht an der eigentlichen Ursache an, die zu diesem Problem führte. Durch die Schilddrüsenhormone geht es manchen Menschen zwar besser, doch bei vielen anderen ist diese Besserung, wenn überhaupt, nur von kurzer Dauer – selbst dann, wenn die Blutwerte normal sind. Warum also fühlen sich viele Patienten mit normalen Werten dennoch schlecht?"
Dr. Kharrazian macht sich auf die Suche nach den Ursachen, die der Schilddrüsenstörung zugrunde liegen, statt nur die vordergründigen Symptome zu behandeln...

 

Seit einer Woche muss ich wegen einer Schilddrüsenunterfunktion ein Medikament nehmen. Seitdem hab ich Schweißausbrüche und Herzklopfen, besonders in der Nacht, schlafe auch ganz unruhig. Könnten dies Nebenwirkungen des Schilddrüsenmedikaments sein?
Wird bei einer Schilddrüsenregulierung zu schnell und zu hoch dosiert, können ähnliche Symptome auftreten. Eigentlich sollten Schilddrüsenmedikamente nur langsam "eingeschlichen" werden. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die aufgetretenen Symptome und lassen Sie sich durch vertraute Fachkräfte alternative, sanfte Behandlungsweisen erläutern.