Kinderwunsch

Kinderlosigkeit kann verschiedenste Ursachen haben. Ein Ungleichgewicht der Geschlechtshormone kann dafür verantwortlich sein. Schilddrüsenhormone können hier ebenfalls eine Rolle spielen. Auch die Qualität des männlichen Ejakulats oder die Gleitfähigkeit der Eileiterkanals sind u.a. von hormonellen Faktoren abhängig. Körperliche Ursachen bei Frauen sind oft Hormonstörungen der Eierstöcke, Fehlbildung oder Schädigung der Eileiter, Myome, Zysten oder Endometriose. Bei Männern können es z.B. Fehlbildungen, Verletzungen, Infektionen etc. beim Hoden sowie Hormonstörungen sein. Auch eine ungesunde Lebensführung, Über- oder Untergewicht, einseitige Diäten, übermäßiger Kaffee- oder Alkoholkonsum, Drogen, Rauchen, bestimmte Medikamente, langjährige Infektion mit Chlamydien, Fehlbildungen, Fehlfunktionen der Geschlechtsorgane, Krankheiten wie z.B. Diabetes oder schwere Infektionskrankheiten, immunologische Abwehrprozesse gegen Spermien oder eigenen Eizellen, Stoffwechselerkrankungen, Störungen des Immunsystems, Stress oder Leistungssport bis hin zu organischen Erkrankungen oder der zunehmenden Schadstoffbelastung aus der Umwelt oder einfach das Alter können Gründe für Kinderlosigkeit sein. Die Ursachen liegen genauso häufig beim Mann wie bei der Frau - in einem Drittel der Fälle sind beide Partner für den ausbleibenden Nachwuchs verantwortlich.

Um Nachwuchs zu bekommen, sind junge Paare zu fast allem bereit. Viele lassen sich zu Hormonbehandlungen überreden, die die Ei-Reifung ankurbeln sollen und das auch tun - aber eben nicht nur die... Kein Arzt der Welt kann voraussagen, welche Nach- und Nebenwirkungen danach individuell auftreten können. Wenn unser Hormongleichgewicht mit einem komplizierten Mobile vergleichbar ist, dann hängen Sie, bildlich gesprochen, mit einem einseitigen Hormonstoß „einen Wassereimer an so ein luftiges Gebilde.“ Ist es nicht sinnvoller erst einmal dem Hormongleichgewicht nachzuhelfen - so natürlich und schonend wie möglich?
Auch beim Mann wäre dies ein Thema. Eine Untersuchung der Geschlechtshormone mit Hilfe eines Speicheltests sowie eine zusätzliche Schilddrüsenuntersuchung kann ein Schritt auf dem Weg zum Wunschkind sein. Ein ausgewogenes Hormongleichgewicht von Schilddrüse, Nebennieren und Geschlechtshormonen stellen u.a. eine gute Voraussetzung für den Kinderwunsch dar.

Geschulte Fachkräfte können Paare begleiten und helfen die Voraussetzungen für den Kinderwunsch zu verbessern.

Über Temperaturkurve und Zyklusbeobachtung kann der optimale Zeugungszeitpunkt sichtbar gemacht werden.

hier können Sie unser Kinderwunsch-Testpaket bestellen

 :: Links
www.kinderwunsch-heilpraxis.de (Empfehlenswerte Beratung für Paare durch Michaela Röder-Bassenge)

Baby-Comp – Zykluscomputer für die natürliche Familienplanung. Mit seinen Zusatzfunktionen kann er verschiedene Fruchtbarkeitshemmnisse erkennen und mithelfen, individuelle Empfängnisprobleme zu lösen. Er kann auch zur Verhütung eingesetzt werden.
www.lady-comp.ch

Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland (BKiD)
Ungewollt kinderlos - Psychosoziale Beratung betroffener Frauen und Männer
www.bkid.de

 

:: Häufige Fragen

Wenn die Voraussetzungen einer Schwangerschaft bei einer Frau (und ihrem Mann!) optimiert werden, treten weniger Fälle einer ausbleibenden Fruchtbarkeit oder fehlender Zeugungsfähigkeit auf.

Frage: Was ist nach ihrer Erfahrung für eine erfolgreiche Kinderwunsch-Behandlungen besonders wichtig?
Antwort:
Um ein Paar respektvoll begleiten zu können, sollten vielfältige Informationen als fundierte Entscheidungshilfe zur Verfügung stehen. Welche Möglichkeiten gibt es, um die Voraussetzung einer Schwangerschaft zu optimieren – so natürlich und einfach wie möglich. Wir sprechen bewusst nicht von Erfolgszahlen. Kinder sollten nach unserer Einstellung als ein Geschenk des Lebens verstanden werden und nicht als Produkt einer Industrie. Wir freuen uns über jede Schwangerschaft. Aus unserer Sicht sollten zu einer Kinderwunschbegleitung u.a. folgende Schritte gehören:

  1. Aufmerksames Zuhören! Was bisher erlebt und versucht wurde um ein Kind zu empfangen und zu behalten, ist sehr wichtig! (Abgänge? Trauma? Taktlose Bemerkungen von Verwandten? Erwartungsdruck von verschiedenen Seiten?)  
  2. Individuelles Abklären, an welchen Zyklustagen Sie maximal empfängnisbereit sind. Das ist keineswegs immer der 14. Zyklustag!
  3. Mögliche Ursachen der Unfruchtbarkeit müssen zuerst erkannt und ausgeschlossen werden.
  4. Wie sieht die Hormonversorgung aus? (Schilddrüse, Stresshormone, Geschlechtshormons?)
  5. Gibt es Hinweise auf ein Hormonungleichgewicht beim Partner und deswegen eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit?
  6. Welche Ernährungsfaktoren oder Körperpflegen können für die Fruchtbarkeit eine Rolle spielen?
  7. Ist beim derzeitigen Lebensstil des Paares Platz für eine neues Leben?
  8. Ist die Gebärmutter ein „vorbereitetes Bettchen“ oder eine „Baustelle“?
  9. Was sagt die gynäkologische Fachkraft zu den organischen Voraussetzungen?
  10. Gibt es bekannte genetische Einschränkungen?

Frage: Kann ich per Thermometer messen, wann ich am besten schwanger werden kann?
Antwort: Ob und wann Eisprünge stattfinden, kann man mit Hilfe eines einfachen Fieberthermometers herausfinden. Dazu misst man die Aufwachtemperatur, gleich früh im Bett vor dem Aufstehen – entweder im Mund oder rektal. Steigt die Temperatur um mindestens 3-5 Zehntelgrade und bleibt sie für mindestens einige Tage oben, dann kann von einem Eisprung ausgegangen werden. Der beste Tag für den Beginn einer Schwangerschaft ist der Tag vor der ersten Temperaturhochlage. Hilfen für die Temperaturbeobachtungen finden Sie in dem Buch „Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen“, in der Mappe „Beobachtungshilfen“ und in zahlreichen Veröffentlichungen von NFP, PERLE und INER.

Frage: Gibt es sinnvolle Tests für das Thema Kinderwunsch?
Antwort:
Je nach Beschwerden und verdächtigtem Hormonmangel sind ganz verschiedene Tests denkbar. Geschlechtshormone und Stresshormone lassen sich durch einen Speicheltest einfach von Zuhause aus überprüfen. Die Firma Censa bietet dazu ein spezielles Kinderwunschpaket an, mit zwei Testvorgängen an verschiedenen Zyklustagen. (Testpaket 4 bei www.censa.de)

Schilddrüsenpatienten sollten vor der Schwangerschaft ihre Blutwerte von TSH, FT3 und FT4 kontrollieren lassen, denn manchmal verhindert eine ungünstige Schilddrüsen-Regulierung das Entstehen einer Schwangerschaft.

Ob ein zu hohes Prolaktin den Schwangerschaftsbeginn erschwert, wird ebenso über eine Blutprobe abgefragt.

Frage: Ich bin 45 Jahre und versuche seit 3 Jahren schwanger zu werden. Alle Behandlungen im Kinderwunschzentrum schlugen fehl. Wie kann ich noch vor den Wechseljahren schwanger werden?
Antwort: Zunächst sollte über die Beobachtung der Aufwachtemperatur und verschiedene Tests geklärt werden, ob noch Eisprünge stattfinden und wie die derzeitige Hormonversorgung aussieht. Mit zunehmendem Alter geht die zyklische Hormonversorgung langsam zurück. Das bedeutet aber nicht, dass eine Schwangerschaft völlig unmöglich ist. Eine begleitende Fachkraft wird noch etliche andere Faktoren abfragen (siehe oben), die eine Entscheidung für oder gegen den Kinderwunsch erleichtern. Beim Thema Kinderwunsch geht es nicht nur um den eigenen, nachvollziehbaren Wunsch, sondern man entscheidet von vorneherein über Konditionen für ein noch nicht existierendes Leben mit! Das ist den wenigsten Paaren bewusst.

Frage: Kann ich natürliche Hormonregulierung und IVF kombinieren?
Antwort: Sobald eine Kinderwunschbehandlung in einem entsprechenden Zentrum vorgenommen wird, sollte man sich an deren Vorgaben orientieren. Nur wenn dort die natürliche Hormonregulierung im Programm enthalten ist und die entsprechenden Schritte aufeinander abgestimmt sind, dann könnte man in Absprache mit den behandelnden Gynäkologen beide Vorgehensweisen miteinander kombinieren. Daher empfehlen wir, die Vorgaben der Kinderwunschzentren und deren Programme zu beachten und nicht heimlich verschiedene und widersprüchliche Therapien zu kombinieren. Ist ein IVF- oder ICSI-Versuch gescheitert oder die Behandlung abgeschlossen, dann könnte eine Speicheltestung und natürliche Hormonregulierung in Frage kommen.

Sonstige Kommentare zu Kinderwunschbehandlungen

Der jährliche Umsatz von Fertilitätszentren wird auf ca. 9 Milliarden Euro geschätzt. Das spricht für sich! Haben Frauen verlernt wie man schwanger wird? Die Presse hat erst vor Kurzem den Siegeszug der Pille gefeiert – als segenreichste Erfindung des 20. Jahrhunderts… Ob es wohl einen Zusammenhang gibt zwischen der manipulierten Unfruchtbarkeit und den Kinderwunschbehandlungen? Dass dem gegenüber eine Zahl von ca. 100 000 Abtreibungen allein im Jahr 2015 (nur in Deutschland!) steht, hört sich richtig makaber an.

Sehr aufmerksam verfolgen wir derzeitige kritische Veröffentlichungen von Reproduktionsmedizinern.

Eine Sammlung solcher Aussagen finden Sie unter dem Link www.imabe.org/index.php?id=2305

Hier eine Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen:

Überraschend offene Kritik von Ärzten an Reproduktionsmedizin

Zusammengefasst werden die IVF-Therapien als „riskant“ bezeichnet. Sie wecken falsche Hoffnungen und zeigen finanzielle Interessenkonflikte. IVF ist die Abkürzung von „In Vitro Fertilization“ und meint spezielle Methoden der künstlichen Befruchtung bei unerfülltem Kinderwunsch.

Mehrere international prominente Reproduktionsmediziner meldeten sich derzeit zu Wort und fordern ein Umdenken in der Kinderwunschthematik. Sie weisen erstaunlich offen auf fragwürdige Vorgehensweisen der IVF-Industrie. Allein der Begriff „IVF-Industrie“ zeigt, wie weit sich unsere Medizin von dem Bewahren und Heilen entfernt hat. Heute „macht“ man Kinder! Die Vorgehensweisen sind kaum von wissenschaftlichen Studien gestützt. Kinderlose Paare werden mit fragwürdigen Erfolgszahlen gelockt und werden über mögliche Spätfolgen an Mutter und Kind wenig aufgeklärt. Staatliche Vergütungssysteme unterstützen die IVF-Zentren finanziell und der Leidensdruck ist meistens so groß, dass Paare erstaunlich hohe Kosten auf sich nehmen um ein Kind erwarten zu dürfen.

Bei der klassischen IVF bringt man die per Punktion entnommene Eizelle mit mehreren 100.000 Spermien (im Reagenzglas) zusammen. So besteht eine Chance, dass das „stärkste“ Spermium die Eizelle findet. Hans Evers (Reproduktionsmediziner der Universität Maastricht und Chefredakteur des Fachjournals Human Reproduction) bezeichnet die hohe Zahl von ICSI-Behandlungen als „therapeutische Illusion im großen Stil“. Dabei wird ein einziges Spermium ausgewählt und direkt in die Eizelle eingespritzt. Ursprünglich wurde die ICSI-Methode nur bei männlicher Unfruchtbarkeit angewendet, inzwischen wird sie ohne Einschränkung eingesetzt (vgl. Sciencedaily, online, 21.5.2016).

Den Frauen wird allzu oft zugesagt, dass sie mit dieser Methode leichter schwanger werden. Aber nach einer ICSI-Befruchtung komme es de facto zu weniger Lebendgeburten als nach IVF – zumindest bei Paaren mit zeugungsfähigen Vätern. Es wird ignoriert und nicht aufgeklärt, dass ICSI-Kinder ein deutlich höheres Gesundheitsrisiko haben.

Österreich zählt weltweit zu den Spitzenreitern beim Umsatz der ICSI-Methode. Laut IVF-Register 2015 wurde sie bei rund 80 Prozent der Kinderwunsch-Fälle angewendet und vom Staat unterstützt – ohne Kosten-Nutzen-Evaluierung.

Rita Vassena (Reproduktionsmedizinerin an der Clinica EUGIN in Barcelona) gibt offen zu, dass viele IVF-Techniken auf bloßen Annahmen basieren, ohne Beweis eines Nutzens. Bis heute fehlt jeder wissenschaftliche Beweis, dass bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) weder der Gencheck, noch die Selektion von Embryonen tatsächlich die Chance auf eine Schwangerschaft erhöht oder Fehlgeburten erspart (vgl. IMABE-Info Präimplantationsdiagnostik). Dennoch wird die PID quasi als „Goldstandard“ zur Erfüllung des Kinderwunsches nach mehreren Fehlgeburten angeboten. Sind demnach Kinderwunschpaare willkommene Versuchskaninchen in einem groß angelegten Feldversuch?

Norbert Gleicher (Direktor des Center of Human Reproduction in New York) und seine Kollegen kritisieren den offensichtlichen Interessenskonflikte, dass Herausgeber medizinischer Fachzeitschriften offenbar bewusst verhindern, negative Studien über die PID zu publizieren (siehe 10 Jahre unerfüllte Versprechungen, Blog-Kommentar Mai 2016).

Fertilitätsmediziner Gleicher sagt in einem Interview:„Die Behauptung, dass man aus einer einzigen Biopsie feststellen kann, ob ein Embryo normal ist oder chromosomal abnormal, ist falsch“. New York Times (online, 18.4.2016).

Auch aus Australien kommen kritische Stimmen! Erfahrene Kinderwunsch-Spezialisten stellen sich offen gegen die dortige IVF-Industrie. Sie kritisieren irreführende „Erfolgsraten“ und finanzielle Interessenkonflikte, die zu Entscheidungen führen, die nicht dem Wohl von Eltern und Kindern dienen (vgl. Bioedge, online, 4.6.2016).

Rob Norman (Reproduktionsmediziner an der University of Adelaide) ist sich sicher, dass ein Großteil der Frauen auch ohne IVF schwanger geworden wäre – mit einfacheren, billigeren und weniger invasiven Methoden (vgl. ABCnet, online, 30.5.2016).

  

Kommentar der Hormonselbsthilfe:

Den letzten Satz von Rob Norman können wir voll und ganz bestätigen. Wir sprechen von Kinderwunsch-Begleitung!