Gewichtsprobleme
Hormon-Gleichgewicht suchen, wenn Gewicht gleich wieder drauf ist... so könnte man eine Empfehlung kurz umschreiben. Unsere Fett- und Wasserregulierung ist weitgehend durch Hormone gesteuert. Herausragende Rollen spielen Leptin, das Verhältnis von Östradiol zum Testosteron und Progesteron, die Schilddrüsen- und Stresshormone – um wenigstens einige zu nennen. Sie können hungern so viel Sie wollen und ein Vermögen für Diäten ausgeben - solange die Hormone nicht im Lot sind, kriegen Sie das gewichtige Problem nicht los.
Das gilt auch für diejenigen, die zu dünn sind! Leider wird dieses Problem selten als „Not–Schrei“ oder Symptom erkannt. Im Gegenteil: Mode und falsche Schönheitsideale verführen dazu, dem Körper „unmenschliche“ Bedingungen zuzumuten. Magersucht und Bulimie können schreckliche Hormonkatastrophen verursachen. Wir kennen Fälle, die nach langen Jahren der einseitigen Mangelernährung ihre körperlichen und seelischen Spätfolgen (aufgrund von Hormonchaos) nur schwer in den Griff bekamen. Erst als Körper, Hormone und Seele in ausgewogenem Maß von Fachleuten Hilfestellung bekamen, ging es langsam wieder aufwärts.
:: Links
Eine hervorragende Seite der Habichtswaldklinik mit den 10 goldenen Regeln gegen Übergewicht. Sehr empfehlenswert!
www.1-uebergewicht.de
Eine sehr informative Seite vom DEBI net (Deutsches Ernährungs- und Beratungsnetz)
www.ernaehrung.de/tipps/untergewicht
Wenig Information-aber vielleicht sind sie erst am Anfang:
www.deutsche-adipositas-selbsthilfe.de
:: Häufige Fragen
Ich nehme erschreckend zu. Kann ich das mit Hormonen beeinflußen/abwenden?
Das ist nicht einfach zu beantworten, denn hier hat auch die Genetik und der alltägliche Stresspegel ein Wörtchen mitzureden. Fettpolster in der Bauchregion sind oft auf Estron-Reserven zurück zu führen, die dort abgespeichert werden für "schlechtere Zeiten". Je unregelmäßiger gegessen wird und je häufiger Diäten durchgeführt werden, umso nötiger erscheint es dem Körper vorzusorgen und zu speichern. Das ist eigentlich ein sehr wichtiger Notmechanismus! Um abnehmen zu können, müssen die Schilddrüsen- und Geschlechthormone im Lot sein. Alle Grundnährstoffe und eine Mindestkalorienzahl sollten zum täglichen Speiseplan gehören. Es gibt viele Abnehm-Strategien - wenige beachten dabei das natürliche Hormongleichgewicht.
Seit ein paar Monaten nehme ich zu, obwohl ich wenig esse und bin total unglücklich. Mittlerweile brauche ich bei Hosen 3 Nummern größer! Ich bin 50 Jahre alt und sportlich. Allerdings bin ich in der letzten Zeit sehr müde, ausgelaugt und kann mich schwer aufraffen, mich zu bewegen. Ein Teufelskreis! Wie kann man mir helfen?
In der Zeit der Wechseljahre nimmt die Hormonproduktion der Eierstöcke langsam ab, die Nebennieren übernehmen zum Teil diese Aufgabe. Sind die Nebennieren, die für die Produktion von Cortisol, DHEA, Adrenalin und Noradrenalin verantwortlich sind, schon in Ihrer Leistungskraft durch Dauerbelastungen wie z.B. extremen Sport, hoher Arbeitsstress, Beziehungsnöte, Mobbing usw. geschwächt, kann das zu einer noch stärkeren Beeinträchtigung führen. Ist die Nebennierenleistung stark reduziert, kann davon auch die Schilddrüse betroffen sein, da beide Hormondrüsen voneinander abhängen. Das kann sich u.a. mit Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Gewichtszunahmen bemerkbar machen. Mit einer Fachkraft wäre ein Maßnahmenpacket zu besprechen, dass je nach Symptomlage, sowohl Stressreduktion, Hormonsubsitution, Mineralstoffergänzung oder eine Schilddrüsenuntersuchung beinhalten kann.




