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Literatur

Beispiele von hormonbezogenen Themen

Hormonstörungen können folgende Symptome verursachen:

  • Entzündungen im und am ganzen Körper
  • Kopfweh und Migräne
  • Zyklusstörungen, zu starke oder keine Blutungen
  • Seh- und Hörprobleme
  • Krämpfe u. Verspannungen
  • Schwindel
  • Schweißausbrüche
  • Ringe um die Augen
  • Haarausfall und Bartwuchs b. Frauen
  • Über- und Untergewicht
  • Zahn-, Kiefer- u. Nebenhölenprobleme
  • Akne und andere Hautprobleme
  • Schilddrüsenprobleme
  • sexuelle Lustlosigkeit
  • Herz- u. Kreislaufprobleme
  • Schwangerschafts- / Wochenbettprobleme
  • Empfängnisunfähigkeit, Abgänge, Frühgeburten
  • Blasen- und Darmschwäche, Blähungen
  • Wasserablagerungen
  • Aggressionen, emotionale Ausraster
  • Hormongesteuerte Depressionen
  • zyklische Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Prämenstruelles Syndrom PMS
  • Unentschlossenheit
  • Orientierungsprobleme
  • Tränenausbrüche
  • extreme Launen
  • Phobien, Ängste und Panikattacken
  • Eifersucht u. Mißtrauen
  • Erschöpfungszustände
  • Vergesslichkeit
  • Koordinationsprobleme
  • Schneckenhaus - Bedürfnis
  • Schlafstörungen 
  • Myome, Cysten und Endometriose
  • Krebs-
  • Asthma
  • Allergien
  • Epilepsie
  • Situationsbezogene Depression
  • Gehirndemenz ( z.B. Alzheimer)
  • Multiple Sklerose
  • Osteoporose
  • Diabetes

Hormonkrisen können verstärken

  • Asthma
  • Allergien
  • Epilepsie
  • Situationsbezogene Depression
  • Gehirndemenz ( z.B. Alzheimer)
  • Multiple Sklerose
  • Osteoporose
  • Diabetes

Was ist PMS?

Viele Frauen haben den Eindruck, dass ihr Körper Achterbahn spielt: Eine ganze Reihe von Tagen geht es ihnen sehr gut, sie fühlen sich stark, entscheidungs- und handlungsfähig, sie meistern ihren Alltag ohne große Probleme. Und dann kommen wieder diese heimtückischen, verrückten Tage, wo man eine andere Person zu sein scheint. Launen zehren an den Nerven, Kopfweh oder Schmerzen an ganz bestimmten, bekannten Stellen, Allergien oder Ekzeme schlagen zu, Depressionen, z.T. mit heftigen Weinkrämpfen oder Ängsten gepaart. Alles wird einem zuviel, erfreuliche Anlässe und Sexualität werden zum notwendigen Übel und auf Arbeit könnte man ganz verzichten... Tiefe Schuldgefühle schleichen sich ein über das Versagen und Ausrasten, selbst bei Kleinigkeiten.

Diese Symptome sind kein Vorzeigeobjekt wie ein gebrochener Knochen. Wir verstecken und verdrängen sie soweit es geht. Unsere Männer und Kinder, Arbeitskollegen, Nachbarn, Kunden und Schüler sind indirekt betroffen. Sie können oft nicht nachvollziehen, warum die gleiche Person so unterschiedliche Verhaltensweisen zeigt. Meistens fängt man dann an zu rätseln, woran diese Schwankungen geknüpft sind: Pubertät bei Jugendlichen, Wechseljahre bei 50ern aber dazwischen?

Aufmerksame Beobachter stellen vielleicht fest, dass sich die Symptome in einem ganz bestimmten Rhythmus und Zeitabstand wiederholen. Liegen die schlimmen Tage in der 2. Zyklushälfte, also zwischen Eisprung und Beginn der nächsten Menstruation (Monatsblutung) oder ist ein ganz bestimmter 2 - 3 Wochenrhythmus bei Frauen ohne Gebärmutter zu beobachten, dann handelt es sich vielleicht um das „Prämenstruelle Syndrom“ oder kurz PMS. Man geht davon aus, dass ca. 40% aller Frauen im Alter zwischen 12 und 55 Jahre wenigstens für kurze Zeit so massiv in ihrem Leben von PMS beeinträchtigt werden, dass sie Hilfe suchen müssen. Die Ursachen sind oft ein zusammenhängendes Paket, in dem Hormonmangel, Ernährung, Lebensstil, Lebenseinstellung und Stressbewältigung eine Rolle spielen können. Da PMS in Deutschland noch weitgehend von Ärzten als typisch weibliche Einbildung oder als psychische Stimmungsschwankung definiert wird, sind wir Frauen oft auf eigene Nachforschungen angewiesen. Es gibt effektive und schnelle Hilfen, die in anderen Ländern seit vielen Jahren bekannt, gelehrt und praktiziert werden.

In der Prämenopause

Die Prämenopause (= vor den Wechseljahren) wird nur selten in Deutschland als eigene Phase genannt. Sie kann um das 35. Lebensjahr beginnen bis sie mehr und mehr übergeht in die eigentlichen Wechseljahre ab etwa 45 – 48 Jahren. Frauen, die auf Pille und Pflaster verzichten, stellen in der Prämenopause vielleicht fest, dass der Zyklus auffallend kürzer wird. Manchmal sind die Blutungen nur schwach ausgeprägt. In anderen Fällen sind Regelblutungen so heftig, dass Frauen Angst bekommen, sie könnten verbluten. Beide Extreme machen deutlich, dass sich im Hormonhaushalt etwas bewegt. Sehr häufig erscheinen Myome in der Gebärmutter oder es bilden sich Zysten am Eierstock. Je nachdem welche "Hormonkarriere" man hinter sich hat, können Symptome extrem heftig zuschlagen. Das kann ähnlich wie beim PMS aussehen, ist aber zeitlich nicht mehr beschränkt auf die Tage vor der Regel. Manche Frauen beobachten besonders in der Zeit des Eisprungs extreme Symptome. Die Fruchtbarkeit lässt deutlich nach, viele Frauen haben nur noch sporadisch einen natürlichen Eisprung. Wenige registrieren einen ausbleibenden Eisprung, weil die Blutung mehr oder weniger regelmäßig erscheint. Um herauszufinden wie weit die Prämenopause bei der einzelnen Frau ein Thema sein könnte, empfiehlt es sich Symptom-Beobachtungen aufzuzeichnen. Kopiervorlagen dazu finden Sie in den Beobachtungshilfen, die Sie in unserem Shop bestellen können. (Weitere Beobachtungskriterien sind im Buch „Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen“ aufgeführt.) Es ist dabei wichtig festzustellen, ob sich manche Symptome zu typischen, wiederkehrenden Mustern zusammensetzen. Ihre Beobachtungen und Aufzeichnungen sollten eigentlich einem Arzt behilflich sein, um neben seinen anderen Untersuchungen eine sachgemäße Diagnose zu finden. 

In den Wechseljahren

Die Zeit der Wechseljahre (Perimenopause) wird eingeläutet, wenn im Alter zwischen ca. 48 – 53 Jahren Blutungen hin und wieder ausbleiben und sich zwei oder drei Zyklen aneinander hängen. Manchmal bleibt nur noch ein dunkelbraunes "Zeichnen" übrig, das sich recht lang hinziehen kann. Dadurch können wir unsicher werden, wann der neue Zyklus anfängt und wo er aufhört. Zu den bekannten Symptomen kommen eventuell lästige Hitzeschübe und überempfindliche Schleimhäute dazu. Spätestens jetzt wird uns Frauen über die Werbung suggeriert, dass unser Leben in den nächsten Jahren nur noch von synthetischen Hormonen abhängt. Ohne diese drohe angeblich Osteoporose, Faltengebirge im Gesicht und ganz bestimmt noch weitere Katastrophen wie Alzheimer und Herzinfarkt. Der ewige Jungbrunnen wird uns versprochen, wenn wir doch nur...  Frage: Kennen Sie eine Frau, die 20 Jahre lang (oder länger) Östradiol-Varianten und/oder Progestine eingenommen hat und die mit 55 noch keine Operation an ihren Geschlechts- und Fortpflanzungsorganen über sich ergehen lassen musste (wie Ausschabung, Myome, Gebärmutterentfernung oder Brust-OP)?  Fangen Sie an in Ihrem Bekanntenkreis nachzufragen! Das überzeugt mehr als fremde Statistiken.

Es gibt Möglichkeiten auf sanfte Weise von Pillen und bisherigen Hormonbehandlungen umzusteigen. In den Medien wird immer wieder über unerwünschte und schlimme Folgen von langfristigen Anwendungen körperfremder Hormone veröffentlicht. Das verursachte in manchen Sprechzimmern Unsicherheit. Seit etwa 2006 berichten uns Frauen immer häufiger, dass ihr Arzt ihnen angekündigt hatte, dies sei das letzte Rezept für die gewohnte Pillenpackung oder das Hormon-Pflaster. Ohne Vorschläge wie so ein „Entwöhnungsprogramm“ von den körperfremden Hormonen aussehen könnte, fürchten die Betroffenen gravierende Entzugssymptome. Hieß es nicht früher, dass eine Frau (ab spätestens 40) diese Hormone braucht um in unserer heutigen Welt lebensfähig und „alltagstauglich“ zu bleiben?? Die meisten haben aus eigener Abwehr ja bereits mehrfach versucht aufzuhören –sind aber nach spätestens 6 Monaten reumütig zum Arzt zurück gekehrt. In Zusammenarbeit mit Heilpraktikern und Ärzten gibt es Wege auf natürliche Hilfen umzusteigen!

Die Chancen der Lebensmitte gilt es zu erkennen und zu ergreifen. Diese Jahre sind kostbar! Lassen Sie sich ermutigen getrost nach vorne zu sehen mit dem Wissen, dass Ihr Körper ein faszinierendes Hormon-Umstellungsprogramm mit auf den Weg bekommen hat. Jegliches Manipulieren in diesem kunstvoll geschaffenen Gefüge sollte vermieden werden. Auch für die Wechseljahre ist unser Körper mit fantastischen Hilfsmechanismen ausgestattet. Je nach Lebensgeschichte, Alltag und Lebensstil kann unser Hormongleichgewicht durcheinander geraten oder zusätzliche Anforderungen stellen. Nicht immer geht es ohne äußere Hilfen. Dies gilt vor allem für Frauen, die massive Unterleibs- oder Brusterkrankungen hinter sich haben. Wenn Hilfe von außen nötig ist, dann sollte immer in Absprache mit Arzt oder Heilpraktiker nach Lösungen gesucht werden, die sich am natürlichen Hormongleichgewicht orientieren. Ein wichtiges „Werkzeug“ sind dabei gezielte Hormontests.

Vor und nach der Gebärmutterentfernung

Sollten Sie keine Gebärmutter mehr haben, gibt es mit natürlichen Hormonen sinnvollere Alternativen zu künstlich veränderten (konjugierten) Hormonpräparaten. Uns wird immer wieder von Frauen berichtet, dass sie sich nach abgeschlossenem Kinderwunsch zu einer Hysterektomie überreden ließen, weil ein Myom oder Zysten zum Problem wurden. Haben Sie Zweifel an der Notwendigkeit eines solchen Eingriffs, dann holen Sie sich eine zweite oder dritte Meinung von anderen Ärzten und Fachleuten. Immer mehr Ärzte verstehen die vielseitige Bedeutung der Gebärmutter und Eierstöcke und warnen vor einer leichtfertigen Entnahme. Sollten Sie eine Entfernung von Geschlechtsorganen bereits hinter sich haben, informieren wir über alternative Wege. Inzwischen gibt es viele Frauen, die bereits seit mehreren Jahren trotz Hysterektomie einen alternativen Weg gehen und damit sehr gut klar kommen - zum großen Erstaunen ihrer Ärzte... Sollten Sie wegen der unerträglichen Schmerzen bei einer Endometriose oder wegen Myomen keinen Ausweg mehr sehen, dann erkundigen Sie sich noch vor der Operation nach möglichen Ursachen und nach alternativen, natürlichen Maßnahmen! Wir haben gelernt, dass ein Herausnehmen der Gebärmutter ja nicht gleichzeitig die Ursache entfernt, weshalb das wichtige Organ zum Problem wurde. Deswegen ist es in jedem Fall sinnvoll die Ursachen-Frage zu klären und gegen zu steuern. Dann erübrigt sich das Problem vielleicht bevor der Chirurg zum Messer greifen muss.

Prostatavergrößerung (Andropause)

Auch Männer haben Hormone!
Interessanterweise gibt es kein einziges Hormon das nur bei Frauen vorkommt. Ja, Männer haben auch Milchbildungshormone, Wehenhormone, Gelbkörperhormone…? Auch bei Männern beginnt spätestens um das 50. Lebensjahr eine schleichende Abnahme der Geschlechtshormone (meistens früher). Je nach Lebensstil, Stress und Ernährung wird er das mehr oder weniger bewusst registrieren. Ein schwer zu verdrängendes Alarmzeichen bei Männern wäre ein schwacher Urin-Strahl, Leistungsschwäche und Erektionsprobleme. Selbst Hitzewallungen sind bei Männern möglich!

Die Hormonausschüttung des Mannes ist generell wesentlich gleich bleibender als die der Frau. Ein Ungleichgewicht ähnelt eher einer Wippe, die in einer leichten Schieflage hängen bleibt. Auch Männer werden in zunehmendem Maß mobilisiert für langfristige Pilleneinnahme. Spätestens, wenn die Prostata wächst und die Sexualität mehr und mehr einschläft, ist so mancher Mann leicht zu überzeugen, das "Wundermittel Hormonpille" anzuwenden. Es geht aber auch anders. Die Natur hat eine große Apotheke zu bieten. Lassen Sie sich neugierig machen! In USA und in anderen europäischen Ländern liegen schon viele praktische Erfahrungen vor, wie man mit pflanzlichen Hilfen und bioidentischen Hormonen (den menschlichen Hormonen exakt nachgebaut) vorsichtig die Drüsenschwächen ausgleichen kann. Mehr Informationen und natürliche Hilfen sind im Buch "Wie Männer stark bleiben" zu finden.

Osteoporose

In Deutschland war die Osteoporose-Behandlung früher fest verknüpft mit einer Östradiol-Therapie. In den letzten Jahren erfolgte bei einigen Ärzten ein Umdenken. Besonders wenn Hormone einseitig oder ohne sorgfältige Test-Kontrolle verordnet werden, ist das zu hinterfragen. Selten wird bei diesem Thema auch an die Schilddrüse gedacht. Eine chronische Schilddrüsenüberfunktion, die manchmal erst durch eine nicht angemessene SD-Hormongabe verursacht wurde, kann eine Osteoporose beschleunigen. Daher ist für alle Osteoporose-Betroffenen auch dieser Bereich mit dem Arzt zu besprechen.

Bei Osteoporose-Verdacht oder -Diagnose können sehr wohl auch Geschlechtshormone zusätzlich eine Rolle spielen. Da wären Testosteron, Progesteron und Estradiol in besonderer Weise zu nennen. Dr. Lee hatte eine interessante Gegenüberstellung aufgeführt, die deutlich machte, wie innerhalb von wenigen Jahren in den bekanntesten Medizin-Journalen ein Thesen-Wechsel zu diesem Thema zu beobachten war. Von der Verherrlichung einseitiger Östradiol-Gaben schwenkte der Trend hin zu einer deutlichen Infragestellung dieser Thesen.   Besonders in den USA haben sich die Lehrmeinungen der Schulmedizin diesbezüglich drastisch geändert.

Schilddrüsenprobleme

Viele Symptome von Schilddrüsenproblemen decken sich mit denen von unausgewogenen Geschlechtshormonen. Es ist in den wenigsten Fällen klar definierbar, welche Hormongruppe zuerst aus dem Lot geraten ist. Zu viele Ursachen sind für beide Systeme möglich. Sicher ist aber, dass beide Hormongruppen ineinander greifen wie zwei Zahnräder, die sich gegenseitig beeinflussen. Ein Chaos im Geschlechtshormonbereich bedeutet fast immer eine überforderte Schilddrüse. Es kann dabei sowohl in die Richtung von Unterfunktion als auch in die Überfunktion gehen.

Schilddrüsennöte haben ebenso eine Bedeutung für den Verlauf einer Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes. Auch für den ausbleibenden Nachwuchs kann eine Schilddrüsenstörung Ursache sein. Besonders schwierig wird das Diagnostizieren, wenn Autoimmunstörungen wie Hashimoto oder Morbus Basedow die Schilddrüse eskalieren lassen. Eine zumindest zeitweise Entzündung der Schilddrüse gehört zu einer der häufigsten Volkskrankheiten unserer Tage – die  wenigsten davon werden frühzeitig erkannt. Sollten Sie den Verdacht haben, dass sich SD-Überfunktion und SD-Unterfunktion abwechseln, dann sollten Sie den Arzt um eine Testung der Antikörper bitten.

Gewichtprobleme

Hormon-Gleichgewicht suchen, wenn Gewicht gleich wieder drauf ist... so könnte man eine Empfehlung kurz umschreiben. Unsere Fett- und Wasserregulierung ist weitgehend durch Hormone gesteuert. Herausragende Rollen spielen Leptin, das Verhältnis von Östradiol zum Testosteron und Progesteron, die Schilddrüsen- und Stresshormone – um wenigstens einige zu nennen. Sie können hungern so viel Sie wollen und ein Vermögen für Diäten ausgeben - solange die Hormone nicht im Lot sind, kriegen Sie das gewichtige Problem nicht los.

Das gilt auch für diejenigen, die zu dünn sind! Leider wird dieses Problem selten als „Not–Schrei“ oder Symptom erkannt. Im Gegenteil: Mode und falsche Schönheitsideale verführen dazu, dem Körper „unmenschliche“ Bedingungen zuzumuten. Magersucht und Bulimie können schreckliche Hormonkatastrophen verursachen. Wir kennen Fälle, die nach langen Jahren der einseitigen Mangelernährung ihre körperlichen und seelischen Spätfolgen (aufgrund von Hormonchaos) nur schwer in den Griff bekamen. Erst als Körper, Hormone und Seele in ausgewogenem Maß von Fachleuten Hilfestellung bekamen, ging es langsam wieder aufwärts.

Migräne und Kopfschmerzen

Kopfschmerzen und Migräne können durch mehrere hormonelle Störungen verursacht werden. Nach unserer Erfahrung haben viele Hormonmedikamente eine Schlüsselrolle dabei. Wenn Sie eine Hormonspirale tragen oder die Schilddrüsen-Medikament-Dosis erhöht haben und seitdem zunehmend Migräne als Symptom kennen, dann ist das noch relativ leicht zuzuordnen. Manchmal entstehen richtige Ursachenknoten aus mehreren Bereichen. Neben unangemessenen Hormonmedikamenten gehören auch Umweltbelastungen, Stressfaktoren, Immunstörungen und körperliche „Notzustände“ wie z.B. Wirbelprobleme oder zu viel Wasserspeicherung durch erhöhten Salzkonsum dazu. Aus unserer Erfahrung haben unerkannte Hormonprobleme in vielen Fällen zumindest eine Verstärker-Rolle.

Angst und Depression

Hormone beeinflussen unsere Gefühle maßgeblich. Gehirnforscher sind sich in diesem Punkt sehr einig. Wenn die Hormone im Lot sind, dann können die fürchterlichsten Depressionen überraschend schnell verschwinden - zumindest diejenigen Gefühlskatastrophen, die eine reine hormonelle Ursache haben. Wir haben sogar spezielle "Glückshormone". Das Serotonin ist eines davon. Aber auch die Schilddrüsenhormone, die Geschlechtshormone und die Nebennierenhormone sind wichtige "Zutaten" für unser Seelenleben. Kommt (durch äußere oder innere Faktoren) unser Hormonsystem durcheinander, so kann das verheerende Auswirkungen haben auf unser Fühlen und Denken. Ängste und tiefste Gefühls-Täler legen sich dann sehr leicht wie eine dicke Decke über unser Leben und Wahrnehmen. Auch hier ist die Frage nach den eigentlichen Ursachen sehr viel sinnvoller als eine vorschnelle medikamentöse Symptombehandlung. Diese Betroffenen versuchen immer wieder ihren Ärzten oder Therapeuten klar zu machen, dass das Psychopharmaka nicht oder sehr mangelhaft wirkt, aber dafür eine Fülle von starken Nebenwirkungen zu beobachten sind. Wenn Sie das von sich kennen, dann sollten Sie auch die möglichen Hormonfaktoren prüfen lassen. Zu diesem Thema empfehlen wir das Buch „Nebenwirkung Tod“ von Dr. John Virapen. Es spricht vor allem zu solchen Patienten, die keine positive Wirkung der eingenommenen Psychopharmaka feststellen können.

Wochenbett Depression

Eine ganz spezielle Variante von hormonellen Krisen ist die Wochenbett-Depression und die Wochenbett-Psychose. Gerade dann, wenn das Baby endlich geboren ist, die Verwandtschaft erste Besuche anmeldet, können Frauen durch den erheblichen Hormonabfall nach der Schwangerschaft in ein schreckliches Verzweiflungsloch rutschen. Niemand kann recht verstehen warum. Die Betroffene selbst am wenigsten. Mangel an verschiedenen Geschlechtshormonen (und manchmal zusätzliche Schilddrüsenschwäche) kann Ursache- oder Verstärker-Rolle haben. Alternativ zum Psychopharmaka gibt es die Möglichkeit dem Körper die jeweils fehlende Hormonart in natürlicher Form und sensibler Anwendung zuzuführen um so das Hormongleichgewicht wieder herzustellen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass oft "über Nacht" die dunklen Wolken verschwunden sind. Testungen von Geschlechtshormonen über den Speichel und Schilddrüsenhormone über Blutproben erleichtern die Ursachensuche.

Schwangerschaft und Stillzeit

Eigentlich sollte die Schwangerschaft eine ganz besonders schöne Zeit sein. Ein gigantisches Maß an Progesteron-Ausschüttung sorgt nicht nur für das wachsende Baby sondern auch für erfreuliche "Nebenwirkungen" bei der Mutter: auffallende Haut- und Haarverbesserung, das regelmäßige Kopfweh ist weg, die Gefühle sind im Lot und die Welt sieht insgesamt bunter aus.

Viele Frauen müssen das aber teuer bezahlen mit einer lästigen Übelkeit oder gar ein tägliches Erbrechen. Das kann durchaus noch länger als 3 Monate dauern... Ist die "Gelbkörper-Produktion" in den ersten Wochen zu schwach, dann ist das Baby gefährdet. Die Mutter fragt sich vielleicht, wie denn „unter diesen Umständen“ beim Kind noch etwas ankommen kann, wenn sie fast alle Nahrung wieder erbricht. Es stimmt, dass eine Schilddrüsenschwäche für Mutter und Baby fatale Auswirkungen haben kann. Ob deswegen sämtliche Frauen mit Jod-Tabletten bedacht werden müssen ist uns eine große Frage. Dass bei Jodgaben unbedingt die Schilddrüsenwerte FT3 + FT4 regelmäßig im Abstand von 4-6 Wochen kontrolliert werden sollten, müsste eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. In der heutigen Schwangerschafts-Begleitung ist das eher die Ausnahme.

Deswegen raten wir dringend dazu, sich genau zu informieren, wie solche Hormonprobleme rechtzeitig erkannt werden können und wie man gegensteuern kann bevor das Baby und die Mutter gefährdet ist. Dies gilt vor allem für diejenigen Frauen, die ihrem Körper jahrelang durch körperfremde Hormone in einen schwierigen, weil unnatürlichen Hormonstatus versetzt haben.

Kinderwunsch

Die Kinderlosigkeit kann mehrere Ursachen haben. Abgesehen von den Geschlechtshormonen und -organen von Frau und Mann sollten die Schilddrüsenhormone mit ins Auge gefasst werden. Um zu Nachwuchs zu kommen, sind junge Eltern zu fast allem bereit. Viele lassen sich zu Hormonbehandlungen überreden, die durchaus die Ei-Reifung ankurbeln - aber eben nicht nur die... Kein Arzt der Welt kann voraussagen, welche Nach - und Nebenwirkungen so eine Methode in Ihrem Körper mit sich bringen. Wenn unser Hormongleichgewicht mit einem komplizierten Mobile vergleichbar ist, dann hängen Sie mit einem einseitigen Hormonstoß einen Wassereimer an so ein luftiges Gebilde. Macht es nicht sehr viel mehr Sinn, dem Hormongleichgewicht nachzuhelfen - so natürlich und schonend wie möglich? Auch beim Mann wäre dies ein Thema. Falls eine Zeugungsunwahrscheinlichkeit oder -schwäche festgestellt wurde, dann wäre eine Untersuchung der Geschlechtshormone über den Speichel und eine zusätzliche Schilddrüsen-Untersuchung ein weiterer Schritt auf dem Weg mit Kinderwunsch.

Verhütung und Pille

Was die einen unbedingt wollen, wollen die anderen auf gar keinen Fall: ein weiteres Familienmitglied. Heute ist es selbstverständlich, dass bereits junge pubertierende Mädchen die Pille verschrieben bekommen. Es wird uns versichert, dass die Pille das sicherste Verhütungsmittel der Welt sei und dass die geringen Dosen überhaupt kein Problem für den Körper seien. Immer noch hören wir Rückmeldungen, dass Ärzte zu Frauen sagen, den Beipackzettel solle man nicht so genau lesen.... Wir sagen dazu: „Bitte lesen Sie den Zettel aufmerksam und denken Sie mit!“
Was nicht in den wunderschön aufgemachten Wartezimmer - Broschüren steht, ist folgendes: Jede Hormongabe über Hormonspirale, Hormonring, Hormon-Pille beeinflusst immer die körpereigene Hormonproduktion (nicht nur in der entsprechenden Hormongruppe). Wenn eine Pille mit Ethinyl-Estradiol angewendet wird, dann sollte immer über einen Speicheltest die tatsächliche Estradiol-Wirkung abgefragt werden. Wenn die Anwendung von einem Gestagen-Derivat (z.B. Norethisteronacetat, Levonorgestel, Medroxyprogesteronacetat oder Desogestrel und andere) bei Ihnen zum Zug kommt, dann wären die Testwerte von Testosteron und Progesteron besonders wichtig. Die Geschlechtshormone haben eine immense Bedeutung im Hormonhaushalt:  auf die Fettverarbeitung, die Stresshormone, die Blutzuckerverarbeitung, die Gehirnfunktionen, die  Abteilung der Schilddrüsen- und Immunabwehr-Funktion und auf die Fortpflanzungsmechanismen.

Menstruationskrämpfe

Wer Menstruationskrämpfe "nur" stundenweise am ersten oder zweiten Zyklustag kennt, der ist vermutlich eher von einer heftigen Wehenhormon-Tätigkeit geplagt. In der Fachsprache sagt man dazu "Dysmenorrhoe". Das kann sich bis zu einen Tag hinziehen. Das ist schlimm genug!! Es gibt aber immer mehr Frauen, die mehrere Tage damit zu kämpfen haben, ja eigentlich so lange wie die Blutung zu beobachten ist. In dem Maß wie die Blutung nachläßt lassen bei "Endometriose" auch die Schmerzen nach - so in etwa kann man die beiden Arten von Menstruationsschmerzen auseinander halten.
Die Dysmenorrhoe ist mit krampflösenden Schmerzmitteln relativ gut auszuhalten. Sie verabschiedet sich häufig mit der ersten Schwangerschaft.
Die Endometriose dagegen kann auch nach dem Nachwuchs wieder beginnen. Es gibt viele Berichte, nach denen durch ein behutsames, körpergerechtes Korrigieren des Hormonhaushalts deutliche Besserung oder das Verschwinden des Problems beschrieben wird. Wir kennen jedoch auch Fälle, die nach extremen Stressphasen ein erneutes Auftreten der Schmerzen feststellten. Die Stresshormone, die Schilddrüsenhormone und ganz besonders auch die Geschlechtshormone spielen in diesem Beschwerdebild eine wichtige Rolle.
Hormonelle Zusammenhänge und sinnvolle Abhilfen gibt es bei beiden Arten der Menstruationskrämpfe sehr wohl. Die herkömmliche Schulmedizin empfiehlt grundsätzlich die Pille – in vielen Fällen um damit eine Regelblutung zu verhindern oder zumindest deutlich abzuschwächen. Das funktioniert in den meisten Fällen - aber sobald die Pille wieder abgesetzt ist, geht das Problem von vorne los. Der Preis einer längeren Pilleneinnahme (Nebenwirkungen und Langzeitfolgen) kann sehr hoch sein. Es gibt auch natürliche und sinnvollere Maßnahmen.
Mehr dazu finden Sie in der Literatur und im Gespräch mit einem unserer medizinischen Berater.

Myome und Zysten

Viele Gebärmutteroperationen werden durchgeführt, weil ein Myom (oder mehrere) zum Problem geworden sind. Nach Rückmeldungen von Betroffenen, wird häufig relativ schnell zur Entfernung der Gebärmutter geraten – besonders wenn die Frau mit dem Thema Kinderwunsch abgeschlossen hat. Hier wäre es gut zu hinterfragen, ob vielleicht ein unausgewogenes Hormonsystem die unerkannte Ursache von Zysten oder Myomen ist. Durch körperfremde Hormone in Kosmetik oder Medikamenten kann ein Myom ungebremst wachsen.
Zysten (Eierstock oder Brust) können durch mehrere Szenarien im Hormonsystem verursacht werden. Auffallend viele Frauen mit einer Schilddrüsenüberfunktion sind davon betroffen. Zysten und Myome können sich unter einer Regulierung der Hormon-Eskapaden wieder zurück entwickeln. Lassen Sie sich vom Arzt genau aufmalen oder beschreiben, wo und wie Ihre Myome oder Zysten liegen. Es gibt Zysten die kommen und gehen im Zyklustakt. Daher sind häufigere Kontrollen mit Ultraschalluntersuchungen sinnvoll.
Zysten (und Myome) entstehen nicht naturgemäß sondern durch Ursachen! Wenn wir uns nicht auf die Ursachensuche begeben, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass nach kurzer Zeit die nächste Zyste oder ein neues Myom wächst. Die Ursache sollte dann zu gezielten und regulierenden Gegenmaßnahmen führen – dann ist das Messer wahrscheinlich nicht nötig.
Grundsätzlich brauchen wir Frauen unsere Gebärmutter für viele Funktionen auch über die Kinderwunschzeit hinaus. Lesen Sie dazu mehr in unserer Literatur.