Im deutschen Ärzteblatt Jahrg. 106 Heft 18, Datum 1. Mai 2009 ist eine für uns Frauen sehr interessante Information zur Hormon-Spirale Mirena zu finden:
Unter der Überschrift
„Psychiatrische Erkrankungen als unerwünschte Arzneimittelwirkung von Mirena ®“
wird darauf hingewiesen, dass in der Fachinformation des Herstellers in der Liste von möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen von Mirena ® der Hinweis fehlt, dass das Auftreten von psychiatrischen Erkrankungen dazu gehört. Laut Gesetz ist ein Arzt verpflichtet, seine Patientinnen oder Kunden über alle möglichen Risiken genau aufzuklären bevor er die Hormonspirale einlegt. Umgekehrt wird allen Ärzten empfohlen, im Verdachtsfall von Depression oder anderen psychischen Störungen auch nach der Hormonspirale zu fragen.
Frage: Wenn der Arzt dieser Aufklärungspflicht nicht nachkommt, müsste er dann nicht auch zumindest die Entfernung und Kostenrückerstattung beim Auftreten eben jener verschwiegenen „unerwünschten Arzneimittelwirkungen“ übernehmen??
Neu (uralt) aus der Presse: Pille, Frauennasen und die Partnerwahl
In den letzten Tagen geistern Berichte durch die Presse (z.B. Spiegel, Telekomnachrichten), die über Veränderungen im Geruchsinn von Frauen berichten, wenn sie eine empfängnisverhütende Pille einnehmen. Dadurch sei die intuitive Partnerwahl genetisch zu sehr ähnlich und nicht andersartig genug. Das bedeutet, dass beim Nachwuchs eher ähnliche Gene von Mutter und Vater zusammenkommen und deshalb das Erbgut nicht mehr gesund gemischt wird. So die These.
Schön, dass so etwas mal wieder aufgegriffen wurde – auch wenn es eigentlich schon eine längst bekannte Erkenntnis ist. Darüber war in der amerikanischen und auch deutschen Literatur schon vor vielen Jahren zu lesen. Aber vielleicht begreifen ein paar Betroffene mehr, was für einen gewaltigen Einfluss Hormone haben, wenn sie sogar unsere Sinneswahrnehmungen und unsere gravierenden Entscheidungen beeinflussen oder verändern, uns im wahrsten Sinne des Wortes „an der Nase herum führen“.
Nun wird in den Berichten nur von der Pille gesprochen. Gilt das nicht genauso für Hormone, die wir uns über Pflaster, Hormon-Spirale, Hormon-Ring, Hormonstäbchen zuführen?